Installation von Rembo/mySHN v5 auf einem Linux Server ====================================================== Sie benötigen: - Rembo/mySHN Installationsarchiv (rembo-myshn-v5-installer-linux.sh) - Rembo/mySHN Lizenzschlüssel (myshn.key) Bitte beachten Sie, dass alle Schritte als Benutzer mit root-Rechten ausgeführt werden müssen. Sie sollten die Schritte in der angegebenen Reihenfolge und genau so wie beschrieben durchführen. ----------------------------------------------------------------------------- Installationsschritte ----------------------------------------------------------------------------- Es wird im weiteren Verlauf angenommen, dass sich rembo-myshn-v5-installer-linux.sh und myshn.key im Verzeichnis /root/Install/ befinden. Als Installationspfad wird /rembo angenommen. 1. Führen Sie den Installer wie folgt aus: sh /root/Install/rembo-myshn-v5-installer-linux.sh Der Installer entpackt dabei die Installationsdateien in ein temporäres Verzeichnis und startet die Installationsroutine. Das temporäre Verzeichnis wird automatisch gelöscht wenn die Installation durchgelaufen ist oder abgebrochen wurde. Um lediglich die Dateien des Installationsarchives zu entpacken ohne die Installationsroutine aufzurufen, können Sie folgendes ausführen: sh /root/Install/rembo-myshn-v5-installer-linux.sh --extract-only 2. Zuerst werden Sie aufgefordert, den Pfad einzugeben, in dem Rembo/mySHN installiert werden soll. Bitte geben Sie dabei den kompletten Pfad an, z.B. /rembo oder /usr/local/rembo Bitte beachten Sie, dass beim Imaging große Datenmengen anfallen können und auf der Partition daher ausreichend freier Speicher für zukünftige Images vorhanden sein sollte (nach Möglichkeit mind. 10GB). Beachten Sie ausserdem, dass Imagedaten in einer Datenbank gespeichert werden und in dem Fall, dass das Dateisystem "volläuft" und nicht mehr genügend freier Speicher für das Ablegen von Images bleibt (z.B. weil auf derselben Partition Homeverzeichnisse abgelegt sind), bei einer nachfolgenden Imageerzeugung Fehler auftreten können (no space left), welche die Funktion der Datenbank beeinträchtigen können. Es sollte daher immer ausreichend freier Platz bleiben. 3. Als nächstes werden Sie aufgefordert, das admin Kennwort für den Zugriff auf die administrativen Funktionen von Rembo/mySHN zu wählen. Dieses Kennwort besitzt Gültigkeit sowohl am Client als auch im Webinterface am Server. Beim Kennwort wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Der zugehörige Benutzername ist 'admin', hat jedoch nichts mit einem evtl. bestehendem Linux Benutzer gleichen Namens zu tun. 4. Geben Sie im nächsten Schritt die IP Adressen der Netzwerkkarten an, auf denen die Rembo Dienste angeboten werden sollen. Sie sollten hier die IP Adresse der Netzwerkkarte angeben, die mit dem internen LAN verbunden ist. Falls Sie mehrere Interfaces besitzen deren dahinterliegenden Netzwerke auf die Rembo Dienste zugreifen sollen, müssen Sie die IP Adressen dieser Interfaces durch Leerzeichen getrennt eingeben, z.B.: 10.1.1.254 192.168.1.254 Wenn Sie keine Adresse angeben, bietet Rembo seine Dienste auf allen beim Start verfügbaren Interfaces an, was aber aus Sicherheitsgründen vermieden werden sollte. 5. Die Installation wird durchgeführt. Am Ende der Installation werden Sie gefragt, ob Sie Rembo starten möchten. Bejahen Sie diese Frage. 6. Prüfen Sie, ob Rembo wirklich läuft, indem Sie ab etwa 10 Sekunden nach dem Rembo Start /etc/init.d/rembo status ausführen. Wenn die Meldung lautet "REMBO not running", ist bei der Installation oder beim Start etwas schiefgelaufen. z.B. - es wurde in Schritt 4. eine IP Adresse angegeben, es gibt jedoch keine Netzwerkkarte mit dieser Adresse - es läuft bereits ein Programm, das einige derselben Ressourcen belegt (meist ein TFTP Server). Dieses muss vor Rembo Start beendet / deinstalliert werden. Wenn Rembo läuft, prüfen Sie, ob die Datei /rembo/files/logs/mySHN-server.log existiert. Ist das der Fall, läuft alles ordnungsgemäß. Sie müssten sich jetzt als admin im Webinterface anmelden können: https://ip-oder-servername:4433/ Bitte verwenden Sie als Browser beim Zugriff auf das Webinterface möglichst nur Mozilla Firefox oder Internet Explorer, da sonst nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen. Falls es Probleme gibt, finden Sie deren Ursache zumeist in den Logdateien unterhalb /rembo/files/logs/ (insb. boot.log und file.log). Sie können Rembo auch manuell wie folgt im Debug-Modus starten: cd /rembo ./rembo -d -v 4 7. Kopieren Sie die Rembo/mySHN Lizenzdatei myshn.key in files/global/myshn im Installationsverzeichnis: cp /root/Install/myshn.key /rembo/files/global/myshn/ Die folgenden Ordner und Dateien werden bei der Installation angelegt: - /rembo/ (bzw. der gewählte Installationspfad) Dieser Ordner enthält alle Rembo Dateien (Binaries, Konfigurations- und Imagedaten). - /etc/init.d/rembo Das Rembo Initskript startet/beendet Rembo und bietet einige weitere administrative Funktionen, die Sie durch folgenden Aufruf sehen: /etc/init.d/rembo - /etc/rc?.d/{S,K}99rembo oder /etc/init.d/rc?.d/{S,K}99rembo Symlinks der einzelnen Runlevel auf /etc/init.d/rembo. - /etc/default/rembo Informationen über die Installation (z.B. der Installationspfad). Diese Datei wird vom Startskript benutzt, um den Installationspfad zu finden. ----------------------------------------------------------------------------- DHCP Konfiguration ----------------------------------------------------------------------------- Wenn der DHCP Server auf demselben Server wie Rembo läuft, müssen Sie in der DHCP Konfiguration einen Parameter setzen, der den Clients mitteilt, dass auf diesem Server ein PXE Server läuft. Beim ISC DHCP Server v3.x: option vendor-class-identifier "PXEClient"; Beim ISC DHCP Server v2.x: option client-class-identifier "PXEClient"; Die Option kann global oder bereichs- bzw. rechnerspezifisch in der jeweiligen dhcpd.conf gesetzt werden. Wenn DHCP und Rembo auf unterschiedlichen Servern laufen, darf diese Option nicht gesetzt werden! In dem Fall ist, ein Netz ohne Routing zwischen DHCP, Rembo und Clients vorausgesetzt, keine Anpassung am DHCP Server notwendig. Damit die Rechnernamen als Option an die Clients übermittelt werden, sollten Sie zudem entweder global den Parameter use-host-decl-names on; setzen oder bei jedem Rechner explizit die host-name Option angeben. Nach einer Änderung der dhcpd.conf muss der DHCP Server neugestartet werden. ----------------------------------------------------------------------------- Windows Computerkonten ----------------------------------------------------------------------------- Wenn Samba auf demselben Server wie Rembo läuft und Sie inetd verwenden (Standard bei den meisten Distributionen), müssen Sie die folgende Zeile (mit angepasstem Rembo Pfad) an das Ende von /etc/inetd.conf setzen... 1001 stream tcp nowait root /rembo/files/global/myshn/misc/mtaadd.sh ... und inetd mittels killall -HUP inetd zu einem Reload seiner Konfigurationsdatei veranlassen. Falls Sie xinetd verwenden, kopieren Sie stattdessen die Datei /rembo/files/global/myshn/misc/linux/joindom nach /etc/xinetd.d/ (oder /etc/xinetd/) oder, wenn diese Ordner nicht existieren, tragen Sie den Inhalt der Datei joindom in xinetd.conf ein. Starten Sie danach xinetd neu. Wenn Samba auf einem anderen Server läuft, müssen Sie im Webinterface unter Server Parameters / Predefined channels / JDS / Remote host die IP Adresse des Samba Servers eintragen. Auf dem Samba Server müssen müssen dann die obigen Einträge (inetd / xinetd) vorgenommen werden. Das Skript mtaadd.sh muss auf diesen Server kopiert werden. Falls Sie stattdessen einen Windows-Server als Domänenserver verwenden, müssen Sie als Remote host dessen IP Adresse eintragen und auf dem Server den jds Dienst (siehe myshn/misc/jds) installieren. ----------------------------------------------------------------------------- Sonstiges ----------------------------------------------------------------------------- - Sie sollten feste Reservierungen im DHCP Server verwenden, keine dynamischen Pools für die Rembo Clients.